- Dreimal so hoch wie breit: Der Kanal von Korinth
- Erste Baupläne schon 2.500 Jahre alt
- Vom Wirtschaftsweg zum touristischen Highlight
- Kanaldurchfahrt immer nur in eine Richtung
- Beeindruckende Passage durch sanierten Kanal
- Sehenswürdigkeiten rund um Korinth
- Der Kanal von Korinth: Eine einzigartige Perspektive
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Dreimal so hoch wie breit: Der Kanal von Korinth
Als hätten die Götter mit einer gigantischen Axt den Fels gespalten – so sieht der Kanal von Korinth aus, eine der bemerkenswertesten von Menschenhand geschaffenen Wasserstraßen.
Der Kanal trennt die Halbinsel Peloponnes vom griechischen Festland, verbindet also den Golf von Korinth und den Saronischen Golf und ist knapp 100 Kilometer von Griechenlands Hauptstadt Athen entfernt. Der Kanal ist rund 25 Meter breit – bis zu 80 Meter hoch ragen seitlich die fast senkrechten Felswände in die Höhe.
Erste Baupläne schon 2.500 Jahre alt
Den Wunsch nach einer direkten Wasserverbindung der zwei Golfe äußerte bereits der Tyrann Periandros um 600 vor Christus. Das sollte Handels- und im Kriegsfall Versorgungswege beschleunigen und die Fahrt durch die zum Teil stürmische See um Kap Malea an der Südspitze der Peloponnes unnötig machen.
Wegen der fehlenden technischen Möglichkeiten in der Antike, den Fels auf einer so langen Strecke zu durchringen, kam es aber nie zum Baubeginn. Der römische Kaiser Nero setzte im Jahr 67 immerhin mit goldener Schaufel den symbolischen ersten Spatenstich. Doch politische Unruhen ließen auch Neros Anlauf scheitern.
Es dauerte schließlich bis weit in das 19. Jahrhundert, bis einige ziemlich ambitionierte Bauherren nach der Erfindung des Dynamits das Projekt in Angriff nahmen. Unter der Führung der Ingenieure István Türr und Béla Gerster begann 1881 der Bau des letztlich 6.343 Meter langen Kanals. 1893 war die feierliche Eröffnung.
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Vom Wirtschaftsweg zum touristischen Highlight
Mit seinen gut sechs Kilometern Länge gehörte der Kanal schon bei seiner Eröffnung zu den eher kleineren Bauwerken seiner Art. Zum Vergleich: der Suezkanal, eröffnet bereits im Jahr 1869, maß damals 162 Kilometer und der deutsche Nord-Ostsee-Kanal, realisiert 1784, ist etwa 98 Kilometer lang.
Wegen des großen finanziellen und zeitlichen Aufwands, die Fels zu sprengen und beiseitezuschaffen, wurde sich für die kleinstmögliche Schneise entschieden. Entsprechend schmal fällt der Kanal von Korinth bis heute aus und bekam seine einzigartige Keilform.
Mehrere Brücken führen über den Kanal, von dort kannst du die Schiffe beim Ein- und Ausfahren beobachten – Schwindelfreiheit vorausgesetzt.
Nerdpedia
Größere Schiffe passten nicht mehr hindurch
Auch wenn sich mit der neuen Abkürzung mehrere hundert Kilometer Seeweg sparen ließen, war die Fahrt mit großen Schiffen durch das Nadelöhr nicht ungefährlich. Mit der Entwicklung immer größerer Frachtschiffe, die nicht mehr hindurchpassten, sank die wirtschaftliche Bedeutung des rund 25 Meter breiten und sieben Meter tiefen Kanals, während seine Schönheit blieb.
Darum wird der Kanal von Korinth heute vor allem von touristischen Ausflugsschiffen und privaten Motorbooten und Segeljachten befahren – und das nicht zu knapp: Je nach Quelle ist von 12.000 bis 15.000 Durchfahrten im Jahr die Rede. Auch dir wird bei einer Durchquerung entlang der hohen Wände vermutlich verdeutlicht, wie mächtig die Natur ist.
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Kanaldurchfahrt immer nur in eine Richtung
Weil der Kanal von Korinth so schmal ist und der Uferbereich wegen Felsabgängen häufig flach und darum nicht befahrbar ist, dürfen ihn Schiffe und Boote immer nur in eine Richtung durchfahren. Die Koordination der einzelnen Schiffe und Boote übernimmt die Kanalbehörde per Funk.
Die Höchstgeschwindigkeit ist im Kanal auf sechs Knoten begrenzt, was etwa elf Kilometern pro Stunde entspricht. Es gilt Überholverbot. Eilig haben es die meisten Wasserfahrzeuge aber sowieso nicht, sie sind privat unterwegs oder zeigen Tourist:innen die einmalige Schönheit der künstlichen Wasserstraße. Nachts weist dezente Beleuchtung den rechten Weg.
Für die Durchfahrt des Kanals von Korinth werden Gebühren fällig: abhängig von der Größe des Bootes zwischen 80 und 300 Euro. Sie lassen sich vorab mit einem Online-Gebührenrechner bestimmen. Prognosen zur Wartezeit sind schwierig zu treffen, weshalb immer ein paar Stunden zusätzlich einzuplanen sind.

Der Kanal von Korinth: Ein Wirtschaftskrimi
Erst die Gründung einer Auffanggesellschaft durch patriotische Griech:innen rettete schließlich das Vorhaben. Die komplette Geschichte erzählt Hans-Georg Glasemann in seinem empfehlenswerten Buch „Der Kanal von Korinth“.
Beeindruckende Passage durch sanierten Kanal
Nautisch ist die Fahrt durch den Kanal keine allzu große Herausforderung. Wichtig ist allerdings ein gebührender Abstand zu seinen charakteristischen Wänden. Immer wieder kommt es zu Abbrüchen und Erdrutschen.
2021 waren die Erdrutsche so heftig, dass der Kanal immer wieder und lange geschlossen bleiben musste. Im Oktober 2024 wurde der Kanal ein letztes Mal für finale Arbeiten gesperrt und soll 2025 wieder rund um die Uhr für die Schifffahrt geöffnet sein.
Wenn du in Griechenland bist, solltest du den Kanal von Korinth unbedingt durchqueren. Die beste Zeit dazu sind die Monate April und Mai sowie September und Oktober. Du kannst die Passage selbst durchsegeln oder nimmst eins der Ausflugsschiffe, die regelmäßig verkehren und beispielsweise in der namensgebenden Stadt Korinth ablegen.
Sehenswürdigkeiten rund um Korinth
Sehenswert in unmittelbarer Nähe des Kanals von Korinth sind die Überreste des für Krieg und Handel erbauten Schiffkarrenweges Diolkos: Auf dieser gepflasterten Straße mit einer zentralen Rinne zogen die Griechen zwischen 600 vor und 100 beladene Schiffe über die Landenge, mehr oder weniger auf der Route des später erbauten Kanals.
Suchst du den Adrenalinkick, kannst du dich dem Kanal aus der Höhe mit einem Bungeeseil an den Füßen im freien Fall nähern. Es ist zwar nicht der höchste Bungee-Spot weltweit, aber ein äußerst spektakulärer Sprungort.
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In Loutraki und Kiato vor Anker gehen
Bist du in der Region des Kanals von Korinth unterwegs, empfiehlt sich ein Besuch in Loutraki. Das Städtchen am nördlichen Ende des Kanals ist bekannt für seine Thermalquellen und die lebhafte Promenade. In Loutraki gibt es auch einen Jachthafen, der sich perfekt als Ausgangspunkt für eine Kanaldurchfahrt eignet.
Zudem lohnt sich ein Abstecher zum Hafen von Kiato. Der beliebte Ferienort bietet eine malerische Bucht mit kristallklarem Wasser. Der Hafen hat eine gute Infrastruktur und ist damit ein idealer Ausgangspunkt für weitere Ausflüge in die Umgebung.

Der Kanal von Korinth: Eine einzigartige Perspektive
Eine Fahrt durch den Kanal von Korinth ist für den Segeltörn um die Peloponnes herum ein Erlebnis der besonderen Art: Obwohl dieser Seeweg ein Bauwerk und damit künstlich ist, mutet er wegen der großflächigen Felswände und des geringen Abstands beim Vorbeifahren wie ein gigantisches Naturschauspiel an.
Der einst gezielt in den Felsen gesprengte Spalt eröffnet einen Blick, den es so an keiner Stelle sonst auf der Welt gibt. Als Tourist:in auf einem Boot oder als Skipper:in solltest du dir das ansehen. Also: Tasche für den Törn gepackt – und Leinen los!
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