- Gelebter Strukturwandel auf Zeche Zollverein
- Ein Tag in einzigartiger Kulisse
- Von Kohle und Koks zu außerordentlicher Artenvielfalt
- UNESCO-Welterbe Zollverein: Ausflug in die Industriekultur
Gelebter Strukturwandel auf Zeche Zollverein
Halden, Zechen und Industriekultur prägen das Bild der Metropole Ruhr, der sogenannten Stadt der Städte. Heute werden sie zu grünen Oasen und Schauplätzen von Kunst, Kultur und Geschichte. Mittendrin im Norden von Essen liegt die einst größte und leistungsstärkste Steinkohlezeche der Welt: die Zeche Zollverein.
Betrittst du das 100 Hektar große Areal, wirst du am Haupteingang vom riesigen Doppelbock-Fördergerüst von Schacht XII begrüßt, das Wahrzeichen der Zeche, das liebevoll Eiffelturm des Ruhrgebiets genannt wird. Es misst 55 Meter und ragt beeindruckende 1.049 Meter in die Tiefe.
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1986 wurde die Zeche stillgelegt, 1993 dann auch die Kokerei, in der die geförderte Kohle zu Koks veredelt wurde. 2001 ernannte die UNESCO den Zollverein zum Welterbe. Seitdem hat sich viel getan.
Die durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Essen gegründete gemeinnützige Stiftung Zollverein fördert seit 1998 auf dem Gelände zwar keine Kohle mehr, dafür aber den Strukturwandel. Sie setzt sich für den Erhalt der Anlagen ein und entwickelt sie für zukünftige Nutzung.
Ein Tag in einzigartiger Kulisse
Zwischen den denkmalgeschützten Gebäuden befinden sich immer wieder Installationen und Kunstwerke. So kannst du zum Beispiel einen Spaziergang durch den großen Skulpturenwald machen, der 1992 die erste Außenstelle der documenta in Kasseler war.
Empfehlenswert ist etwa, tagsüber in den vielen kleinen und großen Läden auf dem Gelände zu stöbern, beispielsweise in der Keramikwerkstatt oder der Buchhandlung. Auch abends blüht die frühere Zeche Zollverein auf: Die Anlagen bieten heute viel Platz für ein breites Kulturangebot und Events. Genieße beispielsweise Jazzkonzerte, Theateraufführungen und Performances in einzigartiger Kulisse.
Schwimmen in atemberaubender Location
Ab ins Museum: Das Ruhrgebiet und die Zeche Zollverein früher
Wie ging es früher zu auf der Zeche Zollverein und in ihrer Umgebung? In der alten Kohlenwäsche befindet sich das Ruhr Museum, das in seiner Dauerausstellung mit mehr als 6.000 Exponaten die Geschichte einer der größten Industrieregionen der Welt darstellt und den Strukturwandel greifbar macht.
Allein der Eingang ist bemerkenswert: 250 Stufen zählt die längste frei stehende Rolltreppe Deutschlands, die sich über 58 Meter erstreckt und ins Museum führt. Von der Dachterrasse hast du nicht nur das ganze Gelände im Blick, sondern eine atemberaubende Aussicht auf Essen und die umliegenden Städte.
Das ehemalige Kesselhaus beherbergt heute das renommierte Red Dot Design Museum. Der Kontrast von Geschichte und Moderne könnte nicht größer sein. Umgeben von historischer Industriekultur siehst du mehr als 2.000 besondere Produkte, die mit dem bekannten gleichnamigen Award ausgezeichnet wurden.
Lecker essen auf dem Gelände der Zeche Zollverein
Von Kohle und Koks zu außerordentlicher Artenvielfalt
Dort, wo früher Kohle gefördert wurde, erobert sich heute die Natur das Gelände zurück. Auf dem großen Areal und zwischen den stillgelegten Anlagen hat sich mittlerweile eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt.
Die 3,5 Kilometer lange Ringpromenade lädt zum Verweilen ein. Spaziere auf dem Naturpfad durch dichten Wald, an Farnen und Büschen vorbei oder erkunde das Gelände mit dem Fahrrad.
UNESCO-Welterbe Zollverein: Ausflug in die Industriekultur
Verbringe einen Tag in beeindruckender Kulisse von Industriekultur und unberührter Natur. Die Zeche Zollverein von früher ist heute UNESCO-Welterbe und eines der beliebtesten Ausflugsziele der Umgebung. Zwischen den alten Fördertürmen und Schächten findest du viel Raum für Kunst, Kultur, Events und Gastronomie. Erkunde die Metropole Ruhr, in der eine Großstadt an die nächste grenzt. Mitten im Ruhrgebiet genießt du beispielsweise in Duisburg kreative Sterneküche oder besuchst im Winter einen der stimmungsvollen Weihnachtsmärkte in Dortmund.