Außergewöhnlich, exzentrisch und verliebt in das Leben: So facettenreich wie Peggy Guggenheim selbst ist auch die Kunst, die sie förderte. Sie unterstützte zahlreiche zeitgenössische Künstler wie Dalí, Kandinsky und Picasso und betrachtete sich selbst als kunstsüchtig. Mehr über das Leben und Wirken dieser faszinierenden Frau erfährst du hier.
Als Tochter einer reichen Industriellenfamilie standen der in New York geborenen Peggy Guggenheim, die von 1898 bis 1979 lebte, alle Wege offen – sie entschied sich dafür, einen Unterschied in den Leben anderer zu machen. Dank einer Erbschaft von 450.000 US-Dollar ist sie im Alter von 21 Jahren finanziell unabhängig, will sich aber von ihren geschäftsorientierten Verwandten abgrenzen.
Guggenheim arbeitet unbezahlt in einer von Frauen geführten Buchhandlung, die auf avantgardistische Literatur spezialisiert ist. Darin finden auch kleine Ausstellungen mit teuren, weltweit begehrten Kunstwerken aufstrebender Künstler statt, sodass sie erste Kontakte zur Avantgardeszene knüpfen kann.
Ende 1920 zieht Guggenheim nach Paris, wo sie ihr Interesse an der Kunst des Klassizismus und der Renaissance auslebt und ihr Wissen vertieft. Sie schließt enge Freundschaft mit avantgardistischen Schriftstellern und Künstlern, darunter der Dichter Ezra Pound, mit dem sie Tennis spielt, der Fotograf Man Ray und der Maler Marcel Duchamp.
Die Kunst der Liebe
Ihren ersten Ehemann, den Schriftsteller und Maler Laurence Vail, lernt Peggy Guggenheim in Europa kennen. Die Beziehung entsteht, wie sie selbst erklärt, aus ihrem Wunsch, ihre Jungfräulichkeit loszuwerden. Vail ist ihr dabei gern behilflich und macht ihr schließlich auf dem Eiffelturm einen Heiratsantrag. Der Hochzeit im Jahr 1922 folgen zwei Kinder. Die Tochter, Pegeen Vail Guggenheim, wird später selbst Künstlerin.
Nach nur wenigen Jahren wird die Ehe geschieden: Vail ist zeitweise gewalttätig und hat zudem Affären. Guggenheim selbst wendet sich dem Schriftsteller John Holmes zu, hat danach weitere Beziehungen, Liebschaften und Ehen. Später heißt es, Guggenheim hätte mehr als 400 Liebhaber. Auf die Frage, wie viele Ehemänner sie hatte, antwortet sie: „Meinen Sie eigene oder die von anderen?“
Neben der Kunst (und Männern) zählten Hunde zu Peggy Guggenheims großen Leidenschaften (Foto um 1970).
Benjamin Guggenheim: Wie ein Gentleman untergegangen
Peggy Guggenheims Vater Benjamin kam im April 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben. Laut Überlieferung trugen er und sein Butler feinste Abendgarderobe. Seine Aussage „Wir sind angemessen gekleidet und bereit, wie Gentlemen unterzugehen“ wurde unter anderem in James Camerons Spielfilmdrama „Titanic“ von 1997 zitiert.
Guggenheim Jeune: Die junge Guggenheim
Nachdem John Holmes während einer Routineoperation stirbt und ihre nächste Beziehung scheitert, ist Guggenheim verzweifelt auf der Suche nach einer neuen, sinnstiftenden Tätigkeit. Von Samuel Beckett, einem ihrer Liebhaber, erhält sie den Rat, sich der Kunst zu widmen. Das tut sie, leidenschaftlich.
Als Guggenheims Mutter 1937 stirbt und ihr ein weiteres Erbe hinterlässt, eröffnet sie im Jahr darauf eine eigene Galerie in London: Guggenheim Jeune. In einer ersten Ausstellung werden 30 Zeichnungen von Jean Cocteau gezeigt. Es folgen die erste Einzelausstellung Wassily Kandinskys in Großbritannien und Ausstellungen weiterer Künstler, darunter Henry Moore, Kurt Schwitters und Pablo Picasso.
Marcel Duchamp, der zu den Vorreitern des Surrealismus und Dadaismus zählt, ist Guggenheims engster Freund und Berater. Mit seiner Hilfe sammelt sie Gemälde avantgardistischer europäischer Künstler, zunächst, indem sie mindestens ein berühmtes Kunstwerk auf jeder ihrer Ausstellungen kauft.
Obwohl die Guggenheim Jeune überschwänglich gelobt wird, bringt sie im ersten Jahr Verlust. Bereits 1939 wird die Galerie geschlossen und Guggenheim reist nach Paris zurück, um Kunst für ein eigenes Museum zu sammeln. Der Kauf eines Kunstwerks täglich ist ihr erklärtes Ziel. In dieser Zeit trägt sie zahlreiche Werke von Pablo Picasso, Marc Chagall, Max Ernst, Joan Miró, René Magritte, Man Ray, Salvador Dalí und Paul Klee zusammen.
Kunstschmuggel im Zweiten Weltkrieg
Während des Zweiten Weltkriegs planen zahlreiche Künstler:innen ihre Flucht aus Europa, einige unterstützt Guggenheim dabei finanziell. Sie, die als Jüdin selbst in Gefahr ist, bemüht sich zunächst, ihre Kunstsammlung an einen sicheren Ort zu bringen. Das Louvre lehnt ihre Anfrage ab, empfindet die Werke als nicht wertvoll genug, geschützt zu werden. Deklariert als Haushaltswaren und versteckt unter Geschirr und Wäsche gelangen die Werke schließlich in die USA.
1941 flieht Guggenheim gemeinsam mit ihren Kindern und Exmann Laurence Vail – der ihr nach der Ehe zu einem guten Freund geworden ist – nach New York. Dort eröffnet sie eine Galerie, in der sie die erste reine Frauenausstellung umsetzt: Unter dem Namen 31 Women werden unter anderem Werke von Frida Kahlo und Guggenheims Tochter Pegeen Vail Guggenheim gezeigt.
Mit den Ausstellungen dieser Zeit macht Guggenheim sich einen Namen als Kunstmäzenin. Sie gibt bei Jackson Pollock eine sieben Meter lange Leinwand in Auftrag – durch dieses sogenannte Mural wird er zum Vorreiter des abstrakten Expressionismus.
Die frühen Gemälde von Jackson Pollock fanden in der Peggy Guggenheim Collection in Venedig ein Zuhause (Foto 1979).
Die USA betrachtet Guggenheim nicht als Heimat, so nimmt sie nach Kriegsende im Jahr 1948 die Einladung an, ihre Sammlung im stillgelegten griechischen Pavillon der Biennale von Venedig auszustellen. Dort gefällt es ihr so gut, dass sie 1949 den Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande kauft, in dem sie wohnt und 1951 ihre eigene Galerie eröffnet: die Peggy Guggenheim Collection.
Guggenheim gilt in Venedig schnell als Berühmtheit. Sie fährt mit einer privaten Gondel durch die Stadt, gemeinsam mit ihren Lhasa Apsos – neben Kunst sind Hunde eine ihrer Leidenschaften – und trägt ausgefallene Sonnenbrillen.
Einiges wird durchaus kritisch betrachtet, etwa die im Eingangsbereich ihrer Galerie aufgestellte Reiterstatue von Marino Marini. Deren Phallus ist den konservativen Bewohner:innen der Stadt zu deutlich gestaltet, sodass er als abnehmbar umgearbeitet werden muss.
Der Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande, Guggenheims ehemaliges Wohnhaus, beherbergt eine umfangreiche Kunstsammlung.
Die letzte Jahre Guggenheims: Ehrenbürgerschaft und Aussöhnung
In den folgenden Jahren sammelt Guggenheim weiter Kunst. 1962 wird ihr von Venedig die Ehrenbürgerschaft verliehen. Ihr Onkel, Solomon R. Guggenheim, Gründer des Guggenheim Museums in New York, lädt sie 1969 ein, ihre Sammlung in seinem Museum zu zeigen. Sie sagt zu und nutzt die Gelegenheit zur Aussöhnung mit ihrer Familie.
Peggy Guggenheim spendet 1976 ihre Sammlung dem Guggenheim Museum – unter der Bedingung, dass die Kunstwerke in Venedig bleiben. Nach ihrem Tod 1979 wird ihre Asche auf das Gelände des Palazzo Venier die Leoni gebracht, wo sie sich bis heute befindet.
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